Pressestimmen

"Für Daniel Ackermann war das Konzert quasi ein "Heimspiel", der Löfer moderierte den späten Nachmittag, zusammen mit seinen drei kongenialen Kollegen und der Kollegin präsentierte das Quintett ein mitreißendes, ein musikalisch perfektes Programm. Die Alte Kirche war ausverkauft, natürlich, und in der ersten Konzerthälfte begannen sie mit Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach, ich bin mir sicher, beide Komponisten hätten sich glücklich geschätzt über die Interpretation. Eric Ewazen ist ein zeitgenössischer Komponist, 1954 geboren, sein "Frostfire" hätte er auch vom "American Brass Quintet" nie besser gehört. Mendelssohns "Tarantella" machte vor der Pause Hunger auf mehr.

Die zweite Hälfte gehörte ganz dem 20. und 21. Jahrhundert. Von Thomas Gerstel erklang die Pentaphonic-Brass Fanfare, vom Ensemble-Mitglied auf seine Musiker zugeschnitten, vom uruguayischen Komponisten und Posaunisten Enrice Crespo 3 Spirituals. Das Medley aus Westside Story von Leonard Bernstein passte da genau so messerscharf wie "The Saints Hallelujah", ein Arrangement von Luther Henderson von Händels Hallelujah, verbunden mit „The saints go marching in“, ursprünglich für "The Canadian Brass" entwickelt; was Blasmusik (auch) kann wurde hier mit einer Verve und einer Virtuosität vorgeführt, dass es eine reine Lust war.

Und diese Lust war auch ganz auf Seiten des Publikums, teils weither angereist, wohin auch immer sie zurück reisten, sie werden einen bleibenden, schwingenden, erstklassigen Eindruck mit sich tragen. Für Zugaben war gesorgt. Wie schon gesagt, es wird nicht das letzte Konzert der Moselfestwochen in Hatzenport gewesen sein, aber so ein Einstand spricht Bände.

Wunderbar!

Thomas Krämer